Die Liste undogmatischer StudentInnen (LUST) versteht sich als Hochschulgruppe, die sich der Kritik der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse mit dem Ziel ihrer Aufhebung widmet. Wir erheben den Anspruch, immer wieder auf das Potential einer solchen Aufhebung des Bestehenden hinzuweisen und die allgemeine Emanzipation der Individuen auch einzufordern.

Als Studierende wollen wir unsere Ansichten und unsere Kritik in und an der Universität aktiv vertreten. Dies bedeutet für uns, sich in die Gremien der Universität und der verfassten Studierendenschaft einzubringen. Wir versuchen die limitierten Möglichkeiten der Einflussnahme auszunutzen, um konkrete Verbesserungen der Lebenssituation der Studierenden zu erreichen und nicht jede negative Veränderung unwidersprochen hinzunehmen.

Im Bewusstsein der Beschränktheit unserer Mittel bleiben wir nicht in der Hochschulpolitik verhaftet. Wir versuchen, Gesellschaftskritik zu üben und andere dazu anzuregen. In den jetzigen Verhältnissen bedarf Kritik bestimmter Voraussetzungen. Diese wollen wir verbessern bzw. überhaupt erst schaffen. Dies tun wir, indem wir uns innerhalb der Universität einbringen, aber auch mit außeruniversitären Gruppen zusammenarbeiten. So führen wir z.B. Seminare und Vorträge durch, beteiligen uns an Demonstrationen oder veröffentlichen unsere Positionen in Flugblättern.

Wir versuchen stetig unsere Kritik zu präzisieren und zu schärfen. Dies wollen wir insbesondere durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen gesellschaftskritischen Theorien und der Diskussion aktueller Themen erreichen.